Beiträge :: Der Floh Florian (Auszug - Kurzgeschichten für Kinder)
Der Floh Florian (Auszug - Kurzgeschichten für Kinder)
An einem schönen, warmen Sommertag beschloß der Floh Florian, nicht länger im Fell von Arthur, dem Hund, wohnen zu bleiben. Schon viele Jahre lebte er auf dem Rücken des Hundes. Florian hatte es dort sehr bequem und gemütlich. Arthur und Florian sind in all den Jahren sehr gute Freunde geworden. Sie hatten immer sehr viel Spaß miteinander. Doch langsam wurde es dem Floh zu langweilig. Jeden Tag die selben Spiele und es gab kaum mehr etwas Neues zu entdecken. Florian wollte nun endlich hinaus und die Welt außerhalb dieses Hundefells kennen lernen.
Und so machte sich der kleine Floh auf den Weg. Mit einem Rucksack bepackt verabschiedete sich Florian von Arthur. „Ich wünsche Dir viel Glück! Paß auf Dich auf mein kleiner Freund!“, sagte Arthur traurig zu Florian. „Mach ich.“, antwortete der Floh und sprang davon. Doch der Abschied fiel Florian nicht besonders leicht und machte ihn auch etwas traurig, da er Arthur lieb gewonnen hatte. Aber die große, weite Welt lockte Florian einfach zu sehr. Als Florian schon ein Stück gegangen war, drehte er sich noch einmal zu Arthur um und rief: „Ich werde Dich nie vergessen!“ Florian und Arthur winkten einander noch einmal zu und dann begann die Reise für den kleinen Floh.
Florian war schon einige Zeit unterwegs, ohne etwas erlebt zu haben. Es war ein schwerer Weg für den kleinen Floh. Er musste durch hohes Gras, über riesige Erdhügel und an großen Pfützen vorbei. Diese Pfützen waren für den Floh so groß wie für uns Menschen ein See.
Florian war sehr erschöpft, aber er wollte nicht aufgeben. Er hatte den Mut gehabt, einfach aufzubrechen in eine neue, fremde Welt. Dieser Mut gab ihm nun die Kraft durchzuhalten.
Lange irrte Florian einsam umher. Doch dann sah er plötzlich fünf andere Flöhe. Florian gesellte sich freudig zu ihnen.
„Hallo“, sagte er. „Ich heiße Florian.“ Einer der fünf Flöhe, anscheinend der Anführer, drehte sich zu Florian um. „Ja, ja.“, sagte er genervt. „Wir haben keine Zeit uns mit Dir zu beschäftigen. Wir sind in einer wichtigen Besprechung. Geh weiter!“
Traurig und mit gesenktem Kopf verließ Florian diese Gruppe. „Naja,“, dachte er sich „was soll`s. Ich werde noch andere Flöhe treffen. Auf diese fünf bin ich doch nicht angewiesen.“ Und so straffte Florian seine Schultern, hob wieder den Kopf und zog neuen Mutes und neuer Hoffnung weiter.
Schon nach kurzer Zeit stieß Florian auf eine andere Gruppe von Flöhen. Sie lagen alle auf dem Rücken und sonnten sich. Ein bisschen eingeschüchtert von der ersten Gruppe, die Florian getroffen hatte, fragte er mit leiser Stimme: „Was macht ihr denn?“ Ein kleiner, dicker Floh sagte mit lieber Stimme. „Hallo Du! Wir sonnen uns. Willst Du Dich zu uns legen? Du bist herzlich willkommen.“ Florian freute sich sehr über diese Gastfreundschaft und legte sich zu den 7 Flöhen. „Wie heißt Du denn? Und wo kommst Du her?“ fragte einer der Flöhe. „Mein Name ist Florian. Ich habe schon einen sehr langen Weg hinter mir. Ich will die Welt kennen lernen.“ erwiderte Florian. „Ohh, das wäre mir aber viel zu anstrengend!“, meldete sich ein anderer der sieben Flöhe zu Wort. „Was macht ihr denn so?“ fragte Florian neugierig. „Eigentlich nicht viel“ sagte der Floh, der Florian zu Anfang begrüßt hatte. „Wir liegen hier einfach und sonnen uns.“ „Ja“, sagte ein anderer „wir genießen das Leben“. „Aha“ sagte Florian nachdenklich. „Mmmhh, ich weiß nicht, ob das was für mich ist. Das ist mir irgendwie zu langweilig. Es ist ja noch langweiliger als im Hundefell.“ Die anderen Flöhe sahen Florian erstaunt an. „Also wir finden es toll, so auf der faulen Haut zu liegen.“ „Ich weiß nicht, ich will was erleben“ sagte Florian und stand wieder auf. „Ich danke Euch für Eure Gastfreundschaft, aber ich will doch mal weiterziehen. Macht`s gut!“ „Ja, Du auch! Und viel Glück auf Deinem weiteren Weg!“ riefen die anderen Flöhe Florian hinterher.
Als Florian schon eine Weile unterwegs war, hörte er plötzlich aus der Ferne seltsame Geräusche. „Was ist denn das?“, fragte sich der kleine Floh verwundert. Langsam und vorsichtig ging Florian in die Richtung aus der die Geräusche kamen. Florian hörte nun, da er den Geräuschen immer näher kam, dass es sich um Musik, Lachen und Klatschen handelte. Von seiner Neugier getrieben ging Florian weiter. Dann blieb er plötzlich stehen. „Hinter diesem hohen Gras muß es sein.“, sagte Florian zu sich selbst. Obwohl ihn diese Geräusche wie magisch anzogen und er Freude bei ihrem Klang empfand, war Florian doch vorsichtig und kletterte erst mal auf einen großen Stein, um zu sehen, was sich hinter dem hohen Gras verbarg. Was Florian dann von dort oben sah, erstaunte ihn sehr. ...
15/7/2010 - 11:04 Uhr — Doro
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